Premieren
Ein Autor:innen Theaterprojekt, Uraufführung von Sivan Ben Yishai und Eyal Raz
In Koproduktion mit den Wiener Festwochen/Freie Republik Wien
Der 11. September 2001 veränderte die Welt. Flugzeuge rasten in die Twin Towers im Finanzviertel von New York. Asche und Schutt auf den Straßen. Ein klaffendes Loch im Pentagon. Hier nahm eine neue Form des Terrors ihren Ursprung, deren Wirkung bis heute anhält: Die Gewalt soll sich über Bilder in die kollektive Netzhaut der Menschheit einbrennen. Die USA antworteten mit „Shock and Awe“ (Furcht und Schrecken) und marschierten in den Irak ein. Überwachung und Angst herrschten überall. Schnell war ein neuer Feind gefunden: der Islam und seine Anhänger:innen. Der antimuslimische Rassismus erreichte eine neue Dimension. 25 Jahre später laden wir Künstler:innen ein, 9/11 und die Folgen in den Blick zu nehmen. Ein transnationales Theaterprojekt, das aus Bildern der Gewalt neue Bilder entstehen lässt.
Mit Uraufführungen von Claudia Rankine, Sivan Ben Yishai und Eyal Raz (Regie: Marie Bues), Ozan Zakariya Keskinkiliç (Regie: Rodrigo Batista), Mayassa Kraitt und Dilan Sengül
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https://www.festwochen.at/9-11-frames-per-second
Schauspielhaus Wien in Koproduktion mit den Wiener Festwochen
Premiere: 02.06.26
Weitere Vorstellungen: 03.,05.,06.,09.,10.,12.,13.06.26
Uraufführung von Felicia Zeller
Regie: Marie Bues, Bühne und Kostüme: Indra Nauck, Musik und Sounddesign: Lila-Zoé Krauss, Choreografie und Bewegungsarbeit: Mason Manning, Dramaturgie: Ulf Frötzschner, Mit: Emma Bahlmann, Daniel Friedl, Günther Harder, Christina Weiser, Aljoscha Stangel
In „Stück aus Holz“, einem Auftragswerk für das Staatstheater Kassel, stehen Baumreihen neben Satzreihen, finden sich Kahlflächen und verlieren sich abgesägte Sätze im Wald.
Ein Besuch im Forstamt, vielleicht in Hessen, dem Bundesland mit eigenem Urwald: Ein Sturm hat im Wald gewütet und die sowieso über Jahrzehnte ausgebeutete Forstanlage noch weiter beschädigt. Doch auch von Menschen abgeladener Müll, die hohe Waldbrandgefahr und der Borkenkäfer machen den Förster:innen in diesem Holzstück zu schaffen. Zu allem Überfluss sind durch die Aufräumarbeiten auch noch die geregelten Arbeitszeiten im Forstamt in Gefahr. Die Bedrohungslage ist ernst in Felicia Zellers neuestem Stück, in dieser waldigen Komödie voller hölzerner Sätze.
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Staatstheater Kassel, Premiere am 20.09.25
Weitere Termine/Dates: 8.02.26, 30.05.26
Uraufführung von Caren Jess
Eingeladen zu den Mülheimer Theatertagen
Regie: Marie Bues, Bühne: Heike Mondschein, Kostüme: Amit Epstein, Musik: Lila- Zoé Krauss, Dramaturgie: Nora Khuon, Mit: Torben Kessler, Cino Djavid, Cennett Rüya Voss
Aaron ist vierzig, Geologe, lebt in einer WG, ist schön und gesund, hat sein religiöses Elternhaus hinter sich gelassen und stattdessen das Partyleben genossen. Alles könnte fabelhaft sein – doch irgendwie klappt es trotzdem nicht mit dem Sinn im Leben. So sehr er sich auch müht, letztlich ist da nur sein Plüschschwein Tupper, das ihm Halt verspricht.
Caren Jeß schreibt ein Stück über die absolute Überforderung in der Gegenwart. Sie spannt den Bogen zwischen der Angst vor dem Weltende, der Unfähigkeit, sich zu verstehen, und der ewigen Sehnsucht nach der Sicherheit in der Liebe. Rasend komisch und zutiefst ehrlich trifft sie den Geist einer Generation, die dem Schwindel der sich selbst überholenden Zeit entgegentreten muss.
Thalia Theater Hamburg, Premiere am 16.01.26
Nächste Vorstellungen/next performances: 06.04., 06.05.,04.07.26
Gastspiel bei den Mülheimer Theatertagen: 20.,21.5.26
Uraufführung von A.L. Kennedy, Übersetzung: Ingo Herzke
Wirtschaftliche Not gebiert Monster. Im Glasgow der 1950er Jahre lebt eine Bande Straßenkinder im Schatten eines Stahlwerks und eines monströsen Gefängnisses, unterhalb eines viktorianischen Friedhofs. In dieser Finsternis erschaffen sie die Legende von Jenny, die ihre eisernen Zähne in alle schlägt, die Unschuldigen wie die Schuldigen. Aber wenn man nur fest genug dran glaubt, wird jede Legende lebendig: Die Kinder verbünden sich und machen Jagd auf Jenny – mit Folgen, die das Vereinigte Königreich für immer verändern.
Die Brexit-geprüfte schottische Schriftstellerin A. L. Kennedy untersucht im Auftrag des Staatstheaters, was mit einer Gemeinschaft passiert, der systematisch Freiheit, Wahrheit, Wohlstand, Gesundheit und sogar die eigene Stimme entzogen werden – und doch: Selbst im Angesicht des Horrors überdauern Humor und die unbezwingbare Kraft der Sprache.
Staatstheater Nürnberg, Premiere 12.02.27
Uraufführung, Felicia Zeller nach Nikolai Wassiljewitsch Gogol
Nikolai Wassiljewitsch Gogols Gesellschaftssatire Der Revisor ist ein Spiel um Geld und Lügen: In einem kleinen Städtchen macht das Wort die Runde, ein Revisor werde inkognito anreisen, um die örtliche Verwaltung zu überprüfen. Die sämtlich korrupten Beamt:innen geraten in Panik. Als der junge, mittellose Chlestakow auftaucht, wird er irrtümlich für den gefürchteten Inspektor gehalten und mit Gefälligkeiten, Geld und Aufmerksamkeit überhäuft. Den Irrtum erkennend, löst ihn Chlestakow nicht etwa auf, sondern lässt sich genüsslich weiter Schmiergeld zustecken, um damit zu verschwinden.
Die Dramatikerin Felicia Zeller, führende Fachkraft auf dem Gebiet der Wirtschaftsgroteske, überschreibt diesen Stoff für eine Gegenwart, der mit Satire kaum noch beizukommen ist. Ihr Chlestakow, dauergekränkter Finanzbeamter im einfachen Dienst, wird zum tatsächlichen Revisor, der mit Durchsuchungsbefehl auf eine Bande von Steuerbetrüger:innen um Dr. Bernd Baktus, den Inhaber der Kaktus Bank, trifft – doch ist der abgebrühten Bande ein Revisor kaum ein Achselzucken wert.
Als Regisseurin und Künstlerische Co-Leiterin des Schauspielhaus Wien engagiert sich Marie Bues für neue Dramatik. In enger Zusammenarbeit mit Felicia Zeller inszeniert sie die Uraufführung eines wortwitzigen und bitterbösen Revisor für das heutige Düsseldorf. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und aktuellen Vorkommnissen sind rein zufällig.
Schauspielhaus Düsseldorf, Premiere: 09.04.27
Wiederaufnahmen
Uraufführung von Magdalena Schrefel
Eine Koproduktion von Kunstfest Weimar, Kosmos Theater Wien und Schauspielhaus Wien, In Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur und Ö1.
Premiere: 1.9.23 am Kunstfest Weimar
Ein Bruder und seine Schwester veranstalten ein Stimmen-Casting. Ein Gendefekt sorgt dafür, dass die Stimme des Bruders den Geist aufgibt. Deshalb suchen sie zusammen eine Stimme, mit der er weitersprechen kann. Oder besser: viele Stimmen! Eine für jede Lebenssituation. Seine Schwester notiert dazu richtige Sätze und falsche Fragen. Ihr Bruder will vor allem eins: nicht nur Stimmen ausleihen, sondern auch das Recht, sie zu erheben. Und sich selbst gleich mit. So heben beide gemeinsam ab, um herauszufinden, was noch alles möglich ist. Magdalena Schrefel nimmt die eigene Familienkonstellation als Ausgangspunkt für eine Geschwistergeschichte. Nach der Premiere und weiteren Vorstellungen im Kosmos Theater übersiedelt die Inszenierung 2024 ins Schauspielhaus.
Regie: Marie Bues und Anouschka Trocker, Ausstattung: Heike Mondschein, Musik: Liz Allbee, Dramaturgie: Tobias Herzberg, Video: Bateira, Mit Florentine Krafft, Leonard Grobien und im Video: Samuel Koch
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Premiere beim Kunstfest Weimar: 01.09.23
Nächste Gastspieltermine/next performances:
Es folgen weitere Termine am Schauspielhaus Wien im Dezember und Festival/Gastspieldaten.
Performances in Vienna are planned for Decembre 26, as well as touring dates.