Premieren

Princess Hamlet von E. L. Karhu

Hamlet wird ihrer Rolle nicht gerecht. Sie widersetzt sich den familiären Erwartungen, die sie ins tragische Zentrum setzen und tritt ihr kulturelles Erbe nicht an. In ihrem Widerwillen gegen dieses Leben verweigert sie sich, gerecht zu sein, sich verdient zu machen und überhaupt zu einem guten Prototyp zu werden. Lieber macht sie mit der Palast-Band Musik und verbrennt zur Unkenntlichkeit.

Regie: Niko Eleftheriadis und Marie Bues, Ausstattung: Indra Nauck, Musik: Johannes Frick, Kamera und Video: Grigory Shklyar und Niko Eleftheriadis, Dramaturgie: Paula Kohlmann

Mit: Jenia Korolov, Florentine Krafft, Grazia Pergoletti, Johannes Frick und Niko Eleftheriadis

www.theaterrampe.de/princesshamlet

https://princess-hamlet.de

 

 

 

25.3. (Hamlet)// 31.3. (Gertrud)
14.4. (Horatia)// 28.4. (Ofelio)
Digitale Theater- Serie online on demand bis Ende Juni auf:
www.theaterrampe.de
https://princess-hamlet.de

Wounds are forever (Selbstporträt als Nationaldichterin), Uraufführung von Sivan Ben Yishai

Die Reise – oder nein: der Ritt beginnt an einer Straßenecke in Jaffa, Tel-Aviv. Das Jahr: 2014, die Zeit: vier Uhr morgens, die Heldin: Sivan Ben Yishai – Moment mal: Sivan? Die Autorin Sivan Ben Yishai? Ja, genau die. Die ehemalige Hausautorin Sivan Ben Yishai. Auf dem Rücken einer Deutschen Schäferhündin reitet sie durch Raum und Zeit, durch die Abgründe, Verstrickungen und Verbrechen der deutsch-israelisch-palästinensischen Geschichte. Von Jaffa 2014 ins Jahr 1938 in Deutschland, von Kuba an die russische Front, von Slowenien nach Mailand, durch das Mittelmeer nach Palästina. Von der Autorin verwandelt sie sich in eine Holocaustüberlebende, in eine sowjetische Partisanin, in eine Asylsuchende unter Wasser, in eine überzeugte Zionistin, in eine von Kopf bis Fuß bandagierte, mit Orden und Waffen behängte Kriegerin; Opfer und Täterin zugleich, Anklagende und Angeklagte, über allem stehend und mit allem verstrickt. Ihr zur Seite stehen ihr die Schäferhündin, eine tote, klagende Klezmerin und ein Kaleidoskop von Stimmen, Erfahrungen und widersprechende Perspektiven, die ihre Geschichte miterzählen. »Wounds Are Forever« ist Spurensuche und Selbstbefragung zugleich; das Offenlegen der individuellen Wunden macht die kollektiven Wunden sichtbar. Brutal, komisch, rasant und politisch schreibt sich Sivan Ben Yishai das 20. und 21. Jahrhundert auf den eigenen Körper. Nach der Uraufführung ihres Stückes »Liebe / Eine argumentative Übung« ist dies ihre zweite Arbeit für das Supranationaltheater Frauheim, dessen Hausautorin sie in der Spielzeit 2019/20 war.

Eine Koproduktion von Nationaltheater Mannheim mit dem Theater Rampe in Stuttgart.

https://www.nationaltheater-mannheim.de/de/schauspiel/stueck_details.php?SID=3897

www.theaterrampe.de

Regie: Marie Bues, Bühne: Shahrzad Rahmani, Kostüme: Moran Sanderovich, Musik: Rona Geffen, Dramaturgie: Kerstin Grübmeyer, Video: Timo Kleinemeier/Christoph Schmitz

Mit: Samuel Koch, Tala Al Deen, Rocco Brück/Nico Fatih Türksever, Rona Geffen, Patrick Schnicke, Sarah Zastrau

Stream Premiere am 24.6. im Rahmen der Internationalen Schillertage Mannheim
Premiere am Nationaltheater Mannheim: 23.06.21
Premiere am Theater Rampe Stuttgart im Oktober 21