Premieren

Stück aus Holz

Uraufführung von Felicia Zeller

Regie: Marie Bues, Bühne und Kostüme: Indra Nauck, Musik und Sounddesign: Lila-Zoé Krauss, Choreografie und Bewegungsarbeit: Mason Manning, Dramaturgie: Ulf Frötzschner, Mit: Emma Bahlmann, Daniel Friedl, Günther Harder, Christina Weiser, Aljoscha Stangel

In „Stück aus Holz“, einem Auftragswerk für das Staatstheater Kassel, stehen Baumreihen neben Satzreihen, finden sich Kahlflächen und verlieren sich abgesägte Sätze im Wald.

Ein Besuch im Forstamt, vielleicht in Hessen, dem Bundesland mit eigenem Urwald: Ein Sturm hat im Wald gewütet und die sowieso über Jahrzehnte ausgebeutete Forstanlage noch weiter beschädigt. Doch auch von Menschen abgeladener Müll, die hohe Waldbrandgefahr und der Borkenkäfer machen den Förster:innen in diesem Holzstück zu schaffen. Zu allem Überfluss sind durch die Aufräumarbeiten auch noch die geregelten Arbeitszeiten im Forstamt in Gefahr. Die Bedrohungslage ist ernst in Felicia Zellers neuestem Stück, in dieser waldigen Komödie voller hölzerner Sätze.

Zur Seite des Staatstheater Kassel

 

Staatstheater Kassel, Premiere am 20.09.25
Weitere Termine/Dates: 8.02.26, 30.05.26

Die Verhandlung der Träume

Uraufführung von Mehdi Moradpour

Regie: Marie Bues, Bühne: Shahrzad Rahmani, Kostüme/Video: Isabelle Edi, Live Musik/Komposition: Lila-Zoé Krauss, Choreografie: Marta Navaridas, Dramaturgie: Mazlum Nergiz, Mit: Tala Al- Deen, Iris Becher, Sophia Löffler, Ursula Reiter und Lila-Zoé Krauss

Der Dolmetscher Caliban wird ans Gericht gerufen. Er soll zwischen Terra B. und der Richterin Mira übersetzen. Doch seine Anwesenheit ist überflüssig – die Klägerin, die gegen ihren abgelehnten Asylantrag vorgeht, versteht alles. Als Caliban in ihr auch noch die kämpferische Videospielfigur Terra Branford erkennt, wird die Verhandlung immer absurder. Außerhalb des Gerichts begeben sich Caliban und Mira in Therapie und lernen über das zu sprechen, wofür sie bisher keine Worte hatten: Wie ist ein Neuanfang in der Krise möglich? Wem kann man im Exil vertrauen? Wie spricht man über eine Krankheit, die alle in Angst versetzt? Zwischen Trauer und Humor erzählt Mehdi Moradpour in seinem Stück „Die Verhandlung der Träume„ von Menschen, anstatt über sie zu urteilen.

Zur Seite des Schauspielhaus Wien

Schauspielhaus Wien, Premiere am 17.10.25
Weitere Termine/Dates: letzte Vorstellungen am 10. und 11.04.26

To my little boy

Uraufführung von Caren Jess

Regie: Marie Bues, Bühne: Heike Mondschein, Kostüme: Amit Epstein, Musik: Lila- Zoé Krauss, Dramaturgie: Nora Khuon, Mit: Torben Kessler, Cino Djavid, Cennett Rüya Voss

Aaron ist vierzig, Geologe, lebt in einer WG, ist schön und gesund, hat sein religiöses Elternhaus hinter sich gelassen und stattdessen das Partyleben genossen. Alles könnte fabelhaft sein – doch irgendwie klappt es trotzdem nicht mit dem Sinn im Leben. So sehr er sich auch müht, letztlich ist da nur sein Plüschschwein Tupper, das ihm Halt verspricht.

Caren Jeß schreibt ein Stück über die absolute Überforderung in der Gegenwart. Sie spannt den Bogen zwischen der Angst vor dem Weltende, der Unfähigkeit, sich zu verstehen, und der ewigen Sehnsucht nach der Sicherheit in der Liebe. Rasend komisch und zutiefst ehrlich trifft sie den Geist einer Generation, die dem Schwindel der sich selbst überholenden Zeit entgegentreten muss.

Zur Seite des Thalia Theaters

Thalia Theater Hamburg, Premiere am 16.01.26
Nächste Vorstellungen/next performances: 17.02.,21.02.,25.02.,03.03.,14.03.,18.03.,06.04.26

9/11 Frames Per Second

Ein Autor:innen Theaterprojekt

In Koproduktion mit den Wiener Festwochen/Freie Republik Wien

Der 11. September 2001 veränderte die Welt. Flugzeuge rasten in die Twin Towers im Finanzviertel von New York. Asche und Schutt auf den Straßen. Ein klaffendes Loch im Pentagon. Hier nahm eine neue Form des Terrors ihren Ursprung, deren Wirkung bis heute anhält: Die Gewalt soll sich über Bilder in die kollektive Netzhaut der Menschheit einbrennen. Die USA antworteten mit „Shock and Awe“ (Furcht und Schrecken) und marschierten in den Irak ein. Überwachung und Angst herrschten überall. Schnell war ein neuer Feind gefunden: der Islam und seine Anhänger:innen. Der antimuslimische Rassismus erreichte eine neue Dimension. 25 Jahre später laden wir Künstler:innen ein, 9/11 und die Folgen in den Blick zu nehmen. Ein transnationales Theaterprojekt, das aus Bildern der Gewalt neue Bilder entstehen lässt.

Mit Uraufführungen von Claudia Rankine, Sivan Ben Yishai und Eyal Raz (Regie: Marie Bues), Ozan Zakariya Keskinkiliç (Regie: Rodrigo Batista), Mayassa Kraitt und Dilan Sengül

Zur Seite des Schauspielhaus Wien

https://www.festwochen.at/9-11-frames-per-second

Schauspielhaus Wien in Koproduktion mit den Wiener Festwochen
Premiere: 02.06.26