фielföلkaŠtát, Foto: Lex Karelly

 фielföلkaŠtát, Foto: Lex Karelly

 фielföلkaŠtát, Foto: Lex Karelly

 фielföلkaŠtát, Foto: Lex Karelly

 фielföلkaŠtát, Foto: Lex Karelly

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

 фielföلkaŠtát, Foto: Marina Dordevic

фielföلkaŠtát, Katona Joszef Theater Budapest, Graz, Wien

Uraufführung von Ewe Benbenek, übersetzt ins Ungarische von Lídia Nádori

Eine Koproduktion von Schauspielhaus Graz, Schauspielhaus Wien und Katona Jószef Theater Budapest. In Kooperation mit dem steirischen herbst

Regie: Marie Bues, Bühne und Kostüme: Indra Nauck, Musik Raphaela Andrade Cordova, Choreografie: Marta Navaridas, Dramaturgie: Male Günther, Martina Grohmann, Ármin Szabó-Skékely, Mit: Bence Béres, Tim Breyvogel, Sophia Löffler, Miriam Maertens, Júlia Mentes, Maximilian Thienen

Zur Seite des Schauspielhaus Graz

Was bedeutet es heute, zu Europa zu gehören? Wer darf »von hier« sein – und wer nicht?
In ihrem Auftragswerk »фielföلkaŠtát« verbindet die Autorin Ewe Benbenek die Geschichte der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie mit aktuellen Fragen von Arbeit, Migration und Zugehörigkeit. Der Text unternimmt einen mehrsprachigen Erkundungsgang durch die Geschichte und lässt Figuren aus der Operette, streikende Arbeiter:innen und Volkslieder zu Wort kommen. Sie alle begegnen einer Reisenden, die durch Graz, Wien, Bratislava, Krakau und Budapest unterwegs ist und die politischen und gesellschaftlichen Spannungen Europas beobachtet.

Zwischen den Zeiten entfaltet sich ein vielstimmiger Blick auf Klassenverhältnisse, Bildungsaufstieg, Minderheitenpolitik und die Erfahrungen von Ausgrenzung. Eine besondere Rolle spielt die Sprache selbst: Klänge und Buchstaben aus dem kyrillischen, arabischen und lateinischen Alphabet treten miteinander in Beziehung und machen verborgene Verbindungen hörbar.
»фielföلkaŠtát« fragt nach den Grenzen und Möglichkeiten europäischer Zugehörigkeit – und sucht inmitten historischer Brüche und gegenwärtiger Konflikte nach Momenten von Nähe, Hoffnung und Verbundenheit.

Das Stück spricht zwei Sprachen fließend. Weitere tauchen auf: die offiziellen und jene, die zwar gesprochen, aber selten gehört werden. Durch Donaumonarchie und Europa rauschte eine Idee, die so monumental wie utopisch auf die politische Bühne schwappt: фielföلkaŠtát. Mit ihr bereist das Stück Gegenden diesseits und jenseits der Leitha, besucht eine Textilfabrik, in der Frauen streiken – oder gestreikt haben, lange her. An einer grünen Linde hält es an, knapp vor jenem Donauufer, an dem Menschen feiern, weil ein Autokrat nach 16 Jahren abgewählt ist. Da tritt die Operette selbst auf und gibt sich überraschender Betrachtung hin. Was bedeutet es heute, zu Europa zu gehören? Wer darf „von hier“ sein – und wer nicht? Die Autorin Ewe Benbenek verbindet die Geschichte der österreichisch- ungarischen Donaumonarchie mit Fragen von Arbeit, Migration und Identität. фielföلkaŠtát steht dabei für ein poetisches Verfahren: Schauspieler: innen aus Graz, Budapest und Wien erarbeiten mit Regisseurin Marie Bues das vielgestaltige Werk.Ewe Benbenek ist Dramatikerin und lebt in Wien. Sie erzählt vom Suchen, Ankommen und Erinnern. Hinter Zuwendung und Ironie lauern scharfe Anklage und konsequente Kritik an ungleichen Verhältnissen. Ihre Stücke wurden vielfach ausgezeichnet.